Museum im alten Zeughaus
Schriftgröße:A-AA+

Aktuell

Eine kleine Alternative für alle, die Fußballliebhaber sind, aber dieses Mal die Spiele nicht verfolgen.

Im Internet tauchte die Meldung auf, dass der Chefkoch der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wüsste, was die Kicker zum Siegen brauchen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was die Jungs gegessen haben. Was wir aber sicher wissen ist, dass es bei Erika Schadl, Hedwig Hoitsch und Maria Jurtin die besten Wurstsemmeln am Sportplatz Buffet gab. Hasenheide, 1980er Jahre.

Foto: Franz Schadl

1948 stellte die Laafelder Dorfjugend eine Fußballmannschaft zusammen. Eine beinahe dreieckige Gemeindewiese in Dorfmitte wurde zum Sportplatz umfunktioniert, anfangs noch ohne Tore und Platzmarkierung. In dieser schwierigen Zeit nach dem 2. Weltkrieg war Improvisation alles. Hauptsache man konnte spielen. Aus dieser Zeit, stammt auch die Aufnahme des „Laafelder Fußballclubs“: stehend v.l.n.r.: Fraß, Stasny, Kovacs, Skalics, Praßl; mittlere Reihe v.l.n.r.: Hermann, Vogrinetz, Wogrolly; hockend v.l.n.r.: Skraban, Horvath, Senekowitsch
Fotoarchiv des USV Laafeld
Franz Vreča war selbst leidenschaftlicher Fußballer und Trainer der Radkersburger Jugendmannschaft. Seine Devise lautete: „Hinten schnöll auße spüln, in der Mitten fest umrian und vuan mochts an Knopf.“, Ende 1960er Jahre. Foto: Privat
Der Tormann des TUS Radkersburg Jimmy (Franz) Zizek freut sich mit seinen Teamkollegen Horst Mir, Sigi Ratnik, Luis Bresnik und Sigi Rumpf über ein gewonnenes Mach, vermutlich in Mureck Ende der 1960er Jahre. Der tiefe Boden lässt sich an den schmutzigen Dressen lediglich erahnen, ähnlich wie die Abgründe rund um die Vergabe der Fußball WM.
Foto: TUS Bad Radkersburg
Eine Radsportlegende am Fußballplatz.
Diese Aufnahme zeigt den leider kürzlich verstorbenen Radrennsportler Kurt Schattelbauer wie er mit einem Ankick die neue Sportanlage in Laafeld eröffnet, 1. August 1971. Foto Bund, Radkersburg
Herrliche Szenen am Fußballplatz auf der Hasenheide. Hinter den Kastanienbäumen, die für ein wunderbares, natürliches Klima sorgen, erhebt sich das Schloss in Gornja Radgona/Oberradkersburg, Ende 1960er Jahre.
Foto: Privat
Der Pfarrsdorfer Fußballplatz wurde in zahlreichen Stunden 1986 als Spielstätte für die Zukunft vom USV Dorfgemeinschaft Pfarrsdorf errichtet. Hier stellte sich nicht die Frage, was einen Monat später damit passiert. Foto: USV Dorfgemeinschaft Pfarrsdorf

Die legendären Gastronomen Gerhard Schwarz und Erwin Gomsi auf dem Weg zum 1. Radkersburger Bier-Cup am 23. September 1972. In Katar gibt es nur alkoholisches Bier in der Lounge für very important persons. Bei uns gilt gleiches Recht für alle, zumindest beim Bier Konsum. Foto: Privat
Die Errichtung des Laafelder Sportheims erfolgte durch Eigenausbeutung. Man beachte die Arbeitskleidung von Heinz Cziglar, bezeichnend für die hervorragenden Arbeitsbedingungen, 1. August 1971, Foto Bund, Radkersburg. P.S: Heinz Cziglar war Tormann, Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Radkersburg Umgebung und im Dauereinsatz für die Menschen vor Ort.
Josef Stasny mit einem Fußballkollegen auf der Radkersburger Hasenheide, 1950er Jahre. Foto: Privat Das Haarband ist offenbar keine Fußballplatzerscheinung des 3. Jahrtausends. Schon wesentlich früher wurde üppige Haarpracht mit Gummi oder Reifen gezähmt, was Mario Kempes damals wie heute ein sanftes Lächeln entlockt hätte.
Die Radkersburger VIP-Lounge glänzte durch Volksnähe indem sie sich gar nicht vom Rest der Zuschauerplätze unterscheiden ließ, Ende 1960er Jahre. Im Bild u.a. Bürgermeister Alfred Merlini, Josef Potocnik und Obmann des TuS Radkersburg Karl Pratscher und Peter Merlini.
Was für ein Einsatz! Diese Szene nahm sich wohl der mexikanische Tormann zum Vorbild, um einen polnischen Superstar noch älter als das Foto aussehen zu lassen. Josef Augustin, Tormann des USV Laafeld, ist eine lebende Legende, 1970er Jahre. Foto: USV Laafeld
Das Damenteam des USV Laafeld, 1973. Ein Vorschlag für die Nachhaltigkeit: Die Wüsten Stadien in Katar für die nächste Frauen WM stehen lassen. Foto: USV Laafeld
Die in der Kleiderfabrik Peterka erzeugten Produkte hatten beste Qualität und daher eine lange Lebensdauer. Rudolf Peterka schuf zahlreiche Arbeitsplätze. Ein Sponsor und Funktionär wie man sich ihn wünscht. Der USV Laafeld gratulierte ihm zu seinem 60. Geburtstag, 1982. Foto Klöckl Bad Radklersburg
Helene Palz als Besitzerin der Sicheldorfer Mineralwasserquelle unterstützte als Präsidentin den USV Laafeld, der sie im Rahmen der Meisterfeier 1990 hochleben lässt: ein wahrhaft sympathisches Sponsorenverhältnis, im Vergleich zu so manchen heutigen Verträgen, bei denen Unmengen an Geld alle Begleitumstände der Quellen des Reichtums verschleiern möchten. Foto: USV Laafeld
Die Meisterfeier des TuS Bad Radkersburg für die Saison 1996/97 ging in die Geschichte ein. Die Fans waren der Mannschaft immer treu, egal ob sie Gewinner oder Verlierer waren oder ob das Mach unentschieden blieb. Nicht vorstellbar, dass jemand nach der ersten Halbzeit das Stadion verlassen hätte. Foto: Franz Schadl
Otto Fichtner war nicht nur ein beliebter Mathematiklehrer, sondern auch der Fußballtrainer dieser U 15 Mannschaft. Hätte er mit seinem logischen Denken die FIFA unterrichtet, würde die derzeitige Fußball-WM wohl an einem etwas vernünftigeren Ort stattfinden. Foto: TuS Bad Radkersburg
Legenden der Fußballleidenschaft auf der Radkersburger Hasenheide: Schinner Manfred, Maučec Fery, Luzius Reinhold, Weiss Peter, Gerner Johann, Ficzko Walter,
Grünzig Heribert, Kolbl Walter, Singer Karl, Jurtin Hans und Mir Albert, Fußballturnier 1972. Foto Bund, Radkersburg. MiaZ
 

„Herr Präsident, willkommen in Radkersburg“

Die Stadt Bad Radkersburg durfte in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche österreichische Bundespräsidenten begrüßen. Bis zur Bundespräsidentenwahl am kommenden Sonntag zeigen wir Fotografien, die diese besonderen Ereignisse dokumentieren.  

Die Staatssekretäre Walter Breisky, Dr. Karl Renner (Österreichischer Bundespräsident 1945-1950) und Dr. Julius Deutsch (vordere Reihe auf den Stufen v.l.n.r.) mit Mitgliedern des Radkersburger Gemeinderates im Rathaus, 29. Juli 1920. StARa
Die Staatssekretäre Walter Breisky, Dr. Karl Renner (Österreichischer Bundespräsident 1945-1950) und Dr. Julius Deutsch (vordere Reihe auf den Stufen v.l.n.r.) mit Mitgliedern des Radkersburger Gemeinderates im Rathaus, 29. Juli 1920. StARa
Am 3. Februar 1930 wurde die neue Murbrücke zwischen Radkersburg und Gornja Radgona eröffnet. Der damalige Bundeskanzler Johann Schober reiste mit Dr. Michael Hainisch (österreichischer Bundespräsident 1920-1928) an, um an den Feierlichkeiten zur Einweihung teilzunehmen. StARa
Am 3. Februar 1930 wurde die neue Murbrücke zwischen Radkersburg und Gornja Radgona eröffnet. Der damalige Bundeskanzler Johann Schober reiste mit Dr. Michael Hainisch (österreichischer Bundespräsident 1920-1928) an, um an den Feierlichkeiten zur Einweihung teilzunehmen. StARa
Theodor Körner (österreichischer Bundepräsident 1951-1957) besuchte im Jahr 1954 Radkersburg. Auf der Brücke zwischen Radkersburg und Gornja Radgona wurde er u.a. vom Radkersburger Bürgermeister Karl Pratscher, vom Landeshauptmann der Steiermark, Josef Krainer sen. sowie vom Radkersburger Gemeinderat Gottfried Kranner begleitet. Foto Bund, Radkersburg. StARa
Theodor Körner (österreichischer Bundepräsident 1951-1957) besuchte im Jahr 1954 Radkersburg. Auf der Brücke zwischen Radkersburg und Gornja Radgona wurde er u.a. vom Radkersburger Bürgermeister Karl Pratscher, vom Landeshauptmann der Steiermark, Josef Krainer sen. sowie vom Radkersburger Gemeinderat Gottfried Kranner begleitet. Foto Bund, Radkersburg. StARa
Auftakt zur Bundespräsidentenwahl: Dr. Adolf Schärf (österreichischer Bundespräsident 1957-1965) besuchte am 26. April 1963 Radkersburg und wurde von der Bevölkerung, mit Bürgermeister Alfred Merlini an der Spitze, begrüßt. Foto Bund, Radkersburg. StARa
Auftakt zur Bundespräsidentenwahl: Dr. Adolf Schärf (österreichischer Bundespräsident 1957-1965) besuchte am 26. April 1963 Radkersburg und wurde von der Bevölkerung, mit Bürgermeister Alfred Merlini an der Spitze, begrüßt. Foto Bund, Radkersburg. StARa
Eines der bedeutendsten Ereignisse der jüngeren Radkersburger Geschichte ist sicherlich die Eröffnung der Grenzbrücke durch Bundespräsident Franz Jonas und den jugoslawischen Staatspräsidenten Josip Broz Tito am 11. Oktober 1969. Hinter dem österreichischen Bundespräsidenten finden wir Landeshauptmann Josef Krainer sen. rechts im Bild. Die einzige Dame, die auf der privaten Aufnahme zu sehen ist, ist die Ehefrau des jugoslawischen Staatspräsidenten, Jovanka Broz. Foto: Privat
Eines der bedeutendsten Ereignisse der jüngeren Radkersburger Geschichte ist sicherlich die Eröffnung der Grenzbrücke durch Bundespräsident Franz Jonas und den jugoslawischen Staatspräsidenten Josip Broz Tito am 11. Oktober 1969. Hinter dem österreichischen Bundespräsidenten finden wir Landeshauptmann Josef Krainer sen. rechts im Bild. Die einzige Dame, die auf der privaten Aufnahme zu sehen ist, ist die Ehefrau des jugoslawischen Staatspräsidenten, Jovanka Broz. Foto: Privat
Im Winter 1970 begab sich Bundeskanzler Josef Klaus auf Wahlkampftour. Zu seinen Stationen gehörte auch die Stadt Radkersburg. Begleitet wurde er vom damaligen österreichischen Außenminister, Dr. Kurt Waldheim (österreichischer Bundespräsident 1986-1992), der im Spiegelsaal des „Hotel Österreich“ eine Unterstützungsrede für Klaus hielt. Foto Bund, Radkersburg. MiaZ
Im Winter 1970 begab sich Bundeskanzler Josef Klaus auf Wahlkampftour. Zu seinen Stationen gehörte auch die Stadt Radkersburg. Begleitet wurde er vom damaligen österreichischen Außenminister, Dr. Kurt Waldheim (österreichischer Bundespräsident 1986-1992), der im Spiegelsaal des „Hotel Österreich“ eine Unterstützungsrede für Klaus hielt. Foto Bund, Radkersburg. MiaZ
Bundespräsident Heinz Fischer (österreichischer Bundespräsident 2004-2016) kam am 5. Juni 2008 zur Ausstellungseröffnung des EU-weiten Wettbewerbs „Bilateral Design Competition“ nach Bad Radkersburg und Gornja Radgona. Gemeinsam mit den damaligen Bürgermeistern der beiden Städte, Peter Merlini und Anton Kampuš sowie zahlreichen Gästen sah er sich die Ergebnisse an. Foto Stadtgemeinde Bad Radkersburg
Bundespräsident Heinz Fischer (österreichischer Bundespräsident 2004-2016) kam am 5. Juni 2008 zur Ausstellungseröffnung des EU-weiten Wettbewerbs „Bilateral Design Competition“ nach Bad Radkersburg und Gornja Radgona. Gemeinsam mit den damaligen Bürgermeistern der beiden Städte, Peter Merlini und Anton Kampuš sowie zahlreichen Gästen sah er sich die Ergebnisse an. Foto Stadtgemeinde Bad Radkersburg



Zum Tag der Artenvielfalt

Einmal Lexikon und retour?

Aus diesem Buch ist nur ein Schmetterling verschwunden, aus der Natur verschwinden täglich zahlreiche Arten. Für immer. Lassen wir Pflanzen wachsen und geben Tieren ihren Lebensraum zurück! 



Der Künstler ist gefunden, sein Werk jedoch verschwunden!

Bacchus am Radkersburger Murufer, Werk und Foto: Simbürger
Hand mit Friedenstaube, Werk und Foto: Simbürger
Reinhard Simbürger bei der Arbeit, März 2022


Vor einigen Tagen posteten wir einen Aufruf. Wir waren auf der Suche nach dem Künstler, der am Murufer seine in Sandstein gehauenen Werke hinterließ: Ein Kopf des Weingottes Bacchus, eine Hand mit Friedenstaube sowie der Schriftzug „no war“. Es dauerte nicht lange bis zur ersten Begegnung mit dem Urheber dieser schönen Stücke. Es stellte sich heraus, dass dieser knapp vor dem Ende seines Aufenthaltes in Bad Radkersburg stand und in seiner freien Zeit seiner Profession nachgegangen war. Er freute sich darüber, den gut zu bearbeitenden Sandstein vorgefunden zu haben, kaufte sich Werkzeug und machte sich an die Arbeit. Den Stein mit der sehr aktuellen Botschaft „no war“ brachte er zum Sowjetischen Kriegerdenkmal auf dem Grazertorplatz. Nach Gesprächen mit dem freischaffenden Bildhauer und Maler Reinhard Simbürger war er sofort bereit, den Kopf des römischen Gottes des Weines dem Museum zu schenken und wollte ihn am Tag seiner Abreise persönlich bei uns vorbeibringen, was uns unheimlich freute. Allerdings wurden beide Kunstwerke in der Nacht von 7. auf den 8. März von einer unbekannten Person entfernt.

Es ist nicht in Ordnung, Objekte, auch wenn sie nicht gesichert sind, aus dem öffentlichen Raum zu entfernen. In diesem Fall waren die Stücke sogar sehr schwer und es bedurfte eines geplanten Vorgehens, diese zu transportieren. Anstatt für die Allgemeinheit sind diese schönen Werke einigen wenigen vorbehalten, und es ist schwer vorstellbar, dass daran Freude empfunden wird. Es ist auch nicht denkbar, dass diese Person mit ruhigem Gewissen handelte, denn die Aktion wurde bei Nacht und Nebel durchgeführt. Reinhard Simbürger, der bei seiner Arbeit sicherlich beobachtet wurde, wäre zumindest gerne gefragt worden. Den Stein mit der Friedenstaube hätte er gerne nach Tamsweg mit nach Hause genommen. 

Reinhard Simbürger vor dem Sowjetischen Kriegerdenkmal, März 2022
Schriftzug "no war", Werk und Foto: Simbürger
Werkzeug des Künstlers, Foto: Simbürger


Heute hätten wir an dieser Stelle ein neues Museumsobjekt präsentiert, mit einer schönen Geschichte dahinter. Das Motiv passt ja auch so wunderbar in unsere Region. Es würde der Öffentlichkeit gehören. Auch wenn der Verlust ärgerlich ist, der Kontakt zu Reinhard Simbürger ist hergestellt. Fotos sowie ein kurzes Video hat er uns zur Verfügung gestellt. Vielleicht gelangen die Stücke ja wieder an den Ort zurück wo sie hingehören, wir freuen uns über Hinweise zum Verbleib der Objekte!

Sicher ist aber, dass Reinhard Simbürger, der übrigens auch Musiker ist, nicht zum letzten Mal in Bad Radkersburg war, und mit viel Glück gibt es dann auch einen Bildhauerei Workshop, an dem auch die Person, die sich im Besitz der Objekte wähnt, teilnehmen darf um zu sehen, welch Fertigkeit und Zeit es braucht, um solch ein beeindruckendes Kunstwerk herzustellen.