Museum im alten Zeughaus
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Sonderausstellung „Sicheldorf, ein Dorf an der Grenze“

Willibald Klanfar mit seinem Hengst Vulkan, 1962.
Willibald Klanfar mit seinem Hengst Vulkan, 1962. Foto: Privat

07. 09. 2018 – 12. 06. 2019

Noch bis 12. Juni 2019 ist die Ausstellung „Sicheldorf, ein Dorf an der Grenze“ im Museum im alten Zeughaus zu sehen. Sie ist Teil eines Projekts, das in Zusammenhang mit der sogenannten Gemeindestrukturreform 2015, bei der Bad Radkersburg mit der Gemeinde Radkersburg Umgebung zusammengelegt wurde, entstand. In der Schau wird die wechselvolle Geschichte Sicheldorfs von den Anfängen bis in die Gegenwart beleuchtet. Das seltene Runddorf lag über Jahrhunderte an der Grenze zu Ungarn, heute ist dies die Grenze zu Slowenien. Der Ort entwickelte sich von einem rein von der Landwirtschaft geprägten Flecken zu einem Dorf mit berühmter Heilquelle und touristischem Angebot. 

Freier Eintritt in die Sonderausstellung!

Radtour „Sicheldorf – Geschichte, Genuss & Mineralwasser“

Ottilie und Christine Adanitsch in Sicheldorf, 1954. Foto: Privat

12. 06. 2019

Zum Rahmenprogramm der Sonderausstellung „Sicheldorf, ein Dorf an der Grenze“ gehören auch geführte Radtouren in den schönen Ort. Am Mittwoch, dem 12. Juni 2019 können Sie uns mit dem Fahrrad in das Dorf begleiten. An diesem Tag ist übrigens die Sonderausstellung im Museum zwischen 14.00 und 18.00 Uhr zum letzten Mal bei freiem Eintritt zu sehen. Der Tourismusverband Region Bad Radkersburg sowie das Museum im alten Zeughaus der Stadtgemeinde Bad Radkersburg laden Sie herzlich ein, mit den kundigen RAD-Guides Barbara und Franz Laller sowie der Museumsleiterin Beatrix Vreča Sicheldorf mit all seinen Besonderheiten näher kennenzulernen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Treffpunkt: RADlertreff am Hauptplatz gegenüber der Gästeinfo 

Beginn: 16.30 Uhr

Vortrag "Radkersburg 4. Februar 1919"

Ältestes Gruppenbild von der "Freischar", 1930. Foto: MiaZ

Die Ereignisse in und um die Stadt Radkersburg im Februar 1919 sind immer noch von großem Interesse in der Bevölkerung. Etwa 300 Gäste fanden sich am 4. Februar dieses Jahres im Kultursaal in der Zeltingerstraße ein, um genau 100 Jahre nach den Kämpfen um die Grenze im Raum Radkersburg einem Vortrag des renommierten Historikers Dr. Hermann Kurahs zu folgen. Ein weiteres Mal konnte er durch lebendige Erzählung bei gleichzeitig höchster Prägnanz das Publikum in größte Aufmerksamkeit versetzen. Detailliert wurden die Kampfhandlungen vom 4. Februar 1919 und deren Vorbereitung um die am 1. Dezember 1918 von SHS-Soldaten besetzte Stadt Radkersburg geschildert. Ergänzend waren kurze Auszüge aus Originaltexten von Briefen und Gemeinderatsprotokollen zu hören, gelesen von Walter Schaidinger. Für die Veranstaltung zeichnen die Stadtgemeinde Bad Radkersburg und das Museum im alten Zeughaus verantwortlich, die sich über eine offensichtlich auch in der Bevölkerung gefragte Erinnerungskultur sehr freuen.

Buchpräsentation "Im Brennpunkt des Geschehens"

sitzend von l. n. r.: Nina Zavašnik, Ludmilla Potzinger, Marie Theres Zangger, Beatrix Vreča, Mateja Močnik. Stehend von l. n. r.: Andrea Haberl-Zemljič, Marjan Maučec, Franz Josef Schober, Ivan Rihtarič, Dušan Ščap, Gert Pribitzer, Bürgermeister Heinrich Schmidlechner, Hermann Kurahs, Bezirkshauptmann Alexander Majcan. Foto: Schleich


Vor zahlreichem Publikum präsentierte auf den Tag genau, am 12. 11. 2018, 100 Jahre nach der Ausrufung der Republik Deutschösterreich, die Stadtgemeinde Bad Radkersburg mit dem Museum im alten Zeughaus im Zehnerhaus das Buch "Im Brennpunkt des Geschehens. Vom Übermurgebiet über Radkersburg bis Mureck./ V žarišču dogodkov 1918-1920. Od prekmurja prek Radgone do Cmureka", das sich in neun Aufsätzen mit den Geschehnissen der Jahre 1918-1920 im Raum Radkersburg beschäftigt. Erhältlich ist die Publikation im Museum, in der Gästeinfo oder in der Bürgerservicestelle der Stadtgemeinde und kostet 20 €.