Museum im alten Zeughaus
Schriftgröße:A-AA+

Archiv

Ausstellungseröffnung

Spezialführung "135 Jahre Radkersburger Bahn"

Ansichtskarte „Radkersburg Bahnhof“, Verlag Johann Simonitsch, Radkersburg. MiaZ
Ansichtskarte „Radkersburg Bahnhof“, Verlag Johann Simonitsch, Radkersburg. MiaZ

Nachdem die „Lange Nacht der Museen“ dieses Jahr leider abgesagt werden musste, wird die Spezialführung „135 Jahre Radkersburger Bahn“ am 3. Oktober nicht im Museum, sondern im öffentlichen Raum durchgeführt. Auch bei dieser Veranstaltung müssen wir alle Sicherheitsmaßnahmen einhalten, deswegen ist die Teilnahme auf 20 Personen begrenzt.

Die Karten sind nur im Vorverkauf ab 23. September im Museum im ersten Stock, zu den Öffnungszeiten (DI, MI, FR, SA 14.00 – 18.00 Uhr) erhältlich. 

Wir bitten Sie, auch einen Mund-Nasen-Schutz mitzuführen.

 

Das Objekt der Begierde

Eisschlitten aus Zelting Foto Schleich, Bad Radkersburg
Grenzbalken, Foto Schleich, Bad Radkersburg
Telefonzelle aus Hummersdorf, Foto Schleich, Bad Radkersburg

Im Rahmen des Ö1 – Museumssommers werden Objekte aus 50 österreichischen Museen in Kooperation mit dem Österreichischen Museumsbund vorgestellt.

Wir freuen uns, dass das Museum im alten Zeughaus, Bad Radkersburg dabei sein kann. Wir haben drei sehr spezielle Objekte zur Auswahl gestellt. In der Mediathek von Ö1 können Sie sich den Sendungsbeitrag jederzeit anhören (hier klicken).

Natürlich empfehlen wir, alle „Objekte der Begierde“ im Juli und August auf Ö1 akustisch kennenzulernen!

 

 

 

 

 

 

  

 

26. Juli 1920 - Tag der Veränderung

Abzug der SHS Truppen
Abzug der SHS Truppen
Interalliierte Räumungskommission mit Bürgermeister Oswald Edler von Kodolitsch in Radkersburg
Interalliierte Räumungskommission mit Bürgermeister Oswald Edler von Kodolitsch in Radkersburg
Die österreichische Gendarmerie und Finanz beziehen erste Wache auf der Murbrücke
Die österreichische Gendarmerie und Finanz beziehen erste Wache auf der Murbrücke

Am 29. Oktober 1918 wurde der Staat der Slowenen, Kroaten und Serben (SHS) gegründet. Mit der südslawischen Staatsgründung wurde die Frage nach den Grenzverläufen der neu entstandenen Staaten aktuell. Die Vertreter des SHS-Königreiches beanspruchten das gesamte untersteirische Gebiet bis einige Kilometer nördlich der Bahnlinie Spielfeld-Radkersburg als ihr Territorium. Die deutschösterreichischen Politiker hatten diesbezüglich andere Vorstellungen. Radkersburg geriet plötzlich ins Zentrum der Auseinandersetzungen. Am 1. Dezember 1918 wurde die Stadt von südslawischen Truppen besetzt. Am 26. Juli 1920 endete die 20 Monate andauernde Besetzung Radkersburgs. Erst durch die Ratifizierung des Vertrages von Paris St. Germain wurde dies möglich.

Die Grenze als Resultat des Ersten Weltkrieges teile das alte Herzogtum Steiermark. Die Mur war bis dahin noch kein Grenzfluss gewesen. Der Friedensvertrag von Paris Saint-Germain vom 10. September 1919 bestimmte durch den Artikel 27 den Hauptverlauf des Flusses stromabwärts als Grenze zwischen der Republik Österreich und dem Königreich SHS und veränderte das Alltagsleben massiv. Radkersburg wurde zur geteilten Grenzstadt.

Nur 21 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg folgte der Zweite Weltkrieg. Danach war Radkersburg eine zerstörte, ausgeplünderte Stadt an einer „toten“ Grenze. Es sollte bis zum Jahr 1952 dauern, bis die erste Behelfsbrücke über die Mur eingeweiht werden konnte.

Die Eröffnung der ständigen Murbrücke als Gemeinschaftswerk Österreichs und Jugoslawiens durch Marschall Josip Broz Tito und Bundespräsident Franz Jonas am 12. Oktober 1969 markierte einen Neubeginn für den Wiederaufbau gutnachbarschaftlicher Beziehungen.

Die wechselvolle Geschichte dieser Grenzregion hatte weitere Höhepunkte mit der Eigenstaatlichkeit Sloweniens 1991 und dem EU-Beitritt unseres Nachbarn am 1. Mai 2004. Dem war der Jugoslawienkrieg, der auch an den Grenzübergängen zwischen Gornja Radgona und Bad Radkersburg sowie Gederovci und Sicheldorf massiv spürbar war, vorausgegangen.

Seit 21. Dezember 2007 gibt es mit Ausnahmen aufgrund des Beitritts Sloweniens zum Schengener Abkommen keine Grenzkontrollen mehr. Als sichtbares Zeichen wurden Grenzgebäude großteils abgetragen.

Das verstärkte Migrationsaufkommen im Jahr 2015 als große menschliche und logistische Herausforderung wurde von den Hilfs- und Exekutivorganisationen dies- und jenseits der Mur mit vereinten Kräften souverän bewältigt. Menschen auf der Flucht führen uns vor Augen, wie fragil und niemals selbstverständlich Frieden ist.

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auf unsere Publikation aufmerksam machen, die im Museum, in der Gästeinfo sowie in der Bürgerservicestelle der Stadtgemeinde Bad Radkersburg erhältlich ist:        

Im Brennpunkt des Geschehens 1918 – 1920. Vom Übermurgebiet über Radkersburg bis Mureck/V žarišču dogodkov 1918 – 1920. Od Prekmurja prek Radgone do Cmureka“.

 

 

 

Buchpräsentation: „Im Brennpunkt des Geschehens 1918 – 1920/V žarišču dogodkov 1918 – 1920“

04. 02. 2020, 18.30 Uhr
Veranstaltungssaal der Steiermärkische Landesbibliothek (Kalchberggasse 2, 8010 Graz)

Das Museum der Stadtgemeinde Bad Radkersburg gab 2018 das Buch „Im Brennpunkt des Geschehens 1918 – 1920/V žarišču dogodkov  1918 – 1920“ heraus. Die zweisprachige Publikation österreichischer und slowenischer Autorinnen und Autoren stellt die Ereignisse zwischen dem Zusammenbruch der k. u. k. Monarchie und dem Inkrafttreten des Friedensvertrags von Saint-Germain-en-Laye im Juni 1920 im Grenzraum zwischen dem Übermurgebiet, (Bad) Radkersburg und Mureck in das Blickfeld.

Am 4. Februar wird dieses Buch in der Steiermärkischen Landesbibliothek präsentiert. Zwei Autoren, Dr. Hermann Kurahs und Ddr. Ivan Rihtarič werden über ihre Buchbeiträge sprechen.

Diese Veranstaltung wird vom Artikel‐VII‐Kulturverein für Steiermark – Pavelhaus organisiert.  

Einladung

 

 

Ausstellung "Otto Huallenz – Ein Radkersburger Künstler"

Foto: Walter Schmidbauer
Foto: Walter Schmidbauer


Raiffeisenbank Bad Radkersburg

Otto Huallenz wurde 1894 in Radkersburg geboren. Das Talent Ottos für das Zeichnen und Malen zeigte sich bald. Zahlreiche seiner Bilder in unterschiedlichen Techniken befinden sich heute in Privatbesitz. Leider ist bei vielen seiner Werke nicht mehr nachvollziehbar, wo sie sich heute befinden. Otto Huallenz war von 1960 bis 1971 Mitglied der 1899 gegründeten Vereinigung Bildender Künstler Steiermarks. Er lebte als Kaufmann in Leibnitz und verstarb 1975 in Graz. Die Ausstellung mit Bildern aus dem Nachlass von Otto Huallenz soll an einen Radkersburger Künstler erinnern, dessen Werk zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

 

Jubiläumsfeier "50 Jahre Freundschaftsbrücke"

12. 10. 2019, 10.00 Uhr

Auf der Brücke: Josip Broz Tito, Jovanka Broz und Franz Jonas, Bad Radkersburg, 12. 10. 1969
Auf der Brücke: Josip Broz Tito, Jovanka Broz und Franz Jonas, Bad Radkersburg, 12. 10. 1969

Am 12. Oktober 2019 findet anlässlich der Eröffnung der Freundschaftsbrücke durch die Präsidenten Franz Jonas und Josip Broz Tito vor 50 Jahren eine Feier statt. Im Zuge dieses Jubiläums ist eine vom Museum im alten Zeughaus zusammengestellte Fotoausstellung im Rathaus der Stadt Bad Radkersburg zur sehen.

 

 

 

Einladung



Lange Nacht der Museen

05. 10. 2019 ab 18.00 Uhr

Programm:

Führungen durch das Museum mit dem Schwerpunkt Saint-Germain

  • Führung in deutscher Sprache (19.00 Uhr und 22.00 Uhr)
  • Führung in slowenischer Sprache (20.00 Uhr)

 

Führung durch die Sonderausstellung "Zelting. Runddorf an der Kutschenitza"

  • 20.30 Uhr

 

Für musikalische Umrahmung und Kulinarik ist gesorgt.

#ORFLangeNachtderMuseen

 

"In diesem Haus..."

26. 07. 2019

Fotos: Richard Prettner, MiaZ, Privat
Fotos: Richard Prettner, MiaZ, Privat


Sieben persönliche Geschichten von Radkersburger Frauen aus fünf Jahrhunderten erzählt von Beatrix Vreča, Leiterin des "Museums im alten Zeughaus" Bad Radkersburg.

Der Stadtrundgang fand im Rahmen der "Ladies Night" von "Flanieren und Radieren" statt.


Fotos: Museum im alten Zeughaus



Sonderausstellung „Sicheldorf, ein Dorf an der Grenze“

Willibald Klanfar mit seinem Hengst Vulkan, 1962.
Willibald Klanfar mit seinem Hengst Vulkan, 1962. Foto: Privat

07. 09. 2018 – 12. 06. 2019

Noch bis 12. Juni 2019 ist die Ausstellung „Sicheldorf, ein Dorf an der Grenze“ im Museum im alten Zeughaus zu sehen. Sie ist Teil eines Projekts, das in Zusammenhang mit der sogenannten Gemeindestrukturreform 2015, bei der Bad Radkersburg mit der Gemeinde Radkersburg Umgebung zusammengelegt wurde, entstand. In der Schau wird die wechselvolle Geschichte Sicheldorfs von den Anfängen bis in die Gegenwart beleuchtet. Das seltene Runddorf lag über Jahrhunderte an der Grenze zu Ungarn, heute ist dies die Grenze zu Slowenien. Der Ort entwickelte sich von einem rein von der Landwirtschaft geprägten Flecken zu einem Dorf mit berühmter Heilquelle und touristischem Angebot. 

Freier Eintritt in die Sonderausstellung!

Vortrag "Radkersburg 4. Februar 1919"

Ältestes Gruppenbild von der "Freischar", 1930. Foto: MiaZ

Die Ereignisse in und um die Stadt Radkersburg im Februar 1919 sind immer noch von großem Interesse in der Bevölkerung. Etwa 300 Gäste fanden sich am 4. Februar dieses Jahres im Kultursaal in der Zeltingerstraße ein, um genau 100 Jahre nach den Kämpfen um die Grenze im Raum Radkersburg einem Vortrag des renommierten Historikers Dr. Hermann Kurahs zu folgen. Ein weiteres Mal konnte er durch lebendige Erzählung bei gleichzeitig höchster Prägnanz das Publikum in größte Aufmerksamkeit versetzen. Detailliert wurden die Kampfhandlungen vom 4. Februar 1919 und deren Vorbereitung um die am 1. Dezember 1918 von SHS-Soldaten besetzte Stadt Radkersburg geschildert. Ergänzend waren kurze Auszüge aus Originaltexten von Briefen und Gemeinderatsprotokollen zu hören, gelesen von Walter Schaidinger. Für die Veranstaltung zeichnen die Stadtgemeinde Bad Radkersburg und das Museum im alten Zeughaus verantwortlich, die sich über eine offensichtlich auch in der Bevölkerung gefragte Erinnerungskultur sehr freuen.

Buchpräsentation "Im Brennpunkt des Geschehens"

sitzend von l. n. r.: Nina Zavašnik, Ludmilla Potzinger, Marie Theres Zangger, Beatrix Vreča, Mateja Močnik. Stehend von l. n. r.: Andrea Haberl-Zemljič, Marjan Maučec, Franz Josef Schober, Ivan Rihtarič, Dušan Ščap, Gert Pribitzer, Bürgermeister Heinrich Schmidlechner, Hermann Kurahs, Bezirkshauptmann Alexander Majcan. Foto: Schleich


Vor zahlreichem Publikum präsentierte auf den Tag genau, am 12. 11. 2018, 100 Jahre nach der Ausrufung der Republik Deutschösterreich, die Stadtgemeinde Bad Radkersburg mit dem Museum im alten Zeughaus im Zehnerhaus das Buch "Im Brennpunkt des Geschehens. Vom Übermurgebiet über Radkersburg bis Mureck./ V žarišču dogodkov 1918-1920. Od prekmurja prek Radgone do Cmureka", das sich in neun Aufsätzen mit den Geschehnissen der Jahre 1918-1920 im Raum Radkersburg beschäftigt. Erhältlich ist die Publikation im Museum, in der Gästeinfo oder in der Bürgerservicestelle der Stadtgemeinde und kostet 20 €.

Preisverleihung "Zukunftsgemeinde Steiermark 2018"

LT-Präsident a. D. Prof. Franz Majcen, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Bürgermeister Heinrich Schmidlechner, Landeshauptmann-Stv. Mag. Michael Schickhofer, Museumsleiterin Mag. Beatrix Vreča. © Foto Frankl


Die Stadtgemeinde Bad Radkersburg mit dem Museum im alten Zeughaus erhielt bei der Prämierungsfeier anlässlich des Wettbewerbes "Zukunftsgemeinde Steiermark - Orte der gelebten Geschichte gesucht!" in der Aula der alten Universität am 6. 11. 2018 durch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landeshauptmann-Stv. Mag. Michael Schickhofer den 2. Platz in der Kategorie "Städte der gelebten Geschichte". Insgesamt gab es 159 Einreichungen. Ausschlaggebend für den Preis war die Aufarbeitung der Geschichte der Dörfer der ehemaligen Gemeinde Radkersburg Umgebung, die seit der Gemeindestrukturreform 2015 Teil der Stadtgemeinde Bad Radkersburg sind.

Die Prämierung Bad Radkersburgs sollte dieses Projekt mit seiner Relevanz für eine regionale Identität und für unser kulturelles Erbe vor den Vorhang holen. In der fachkundigen Jury saßen Vertreter des Landes Steiermark, des Steirischen Volksbildungswerkes und Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben.